Sonntag, 23. Februar 2014

Sticksession

Die letzten Tage war ich mal wieder fleißig und habe meinem lilanen Untergewand die verdiente Stickerei verpasst.
Das Motiv ist eine Vogelfibel aus 6 wirbelförmig angeordneten Vogelköpfen von der Familie des fränkischen Reiters von Pleidelsheim (2. Viertel des 6. Jahrhunderts, Grab 141). Dieses Motiv habe ich mit farbigen Leinengarn im Spaltstich ausgestickt. Zugegeben ist die Farbwahl etwas eigenwillig, aber mir gefällt es... :-)
Das Motiv sieht etwas verzogen aus, jedoch habe ich es genau nach der Vorlage gestickt.
Dieses Motiv soll am Ausschnitt unter meiner offenen Tunika hervorschauen.

Stickerei einer Vogelfibel aus Grab 141 aus Pleidelsheim

Stickerei in Leinengarn am Ausschnitt meiner Tunika


Die Franken- Wegbereiter Europas

Schon letztes Jahr hatte ich mir dieses zweibändige Werk auf Amazon bestellt. Als nur ein Buch ankam, war ich zwar etwas stutzig, aber in all dem Stress dachte ich, dass es sich vielleicht um zwei Bände in einem Buch handelt. Als ich jetzt etwas Zeit hatte, habe ich ein bestimmtes Kapitel gesucht. Und siehe da: auf Seite 890 sollte das Gesuchte stehen. Mein Buch beinhaltete aber nur 578 Seiten. Also doch... Es fehlte doch ein Buch.
Naja, selbst Schuld, wenn man sich nicht gleich drum kümmert und nicht richtig nachschaut. -_-
Trotz, dass es schon ein halbes Jahr her war, hatte ich beim damaligen Verkäufer noch angefragt. Aber wie vermutet, konnte er leider nichts für mich tun.
Zum Glück habe ich in einem Antiquariat ein Exemplar des zweiten Bandes günstig ergattern können. *freu*

Also kann ich euch heute meine 2 Bände zeigen. Dieses Buch gibt es auch noch mit einem anderen, viel schöneren Einband. Das ist dann die Museumsausgabe dazu. Meine Freundin hat sich diese Museumsausgabe geholt. Heute Abend wollen wir mal vergleichen, ob es einander 1:1 entspircht...


Die Franken- Wegbereiter Europas

Sonntag, 16. Februar 2014

Er ist fertig! Mein merowingerzeitlicher Gürtel

Darf ich vorstellen? Mein neuer merowingerzeitlicher Gürtel.

Inspiriert von einer Rekonstruktion aus dem Grab der Arnegunde habe ich mich daran gemacht einen neuen Gürtel zu basteln.

Mein alter Gürtel war zwar auch selbst gemacht, aber mittlerweile weiß ich, dass er nicht zu unserer Darstellung passt. Es war ein einfacher, recht dünner Gürtel, der mir bis zu den Knien herunter hing.


Der alte Gürtel

In einem Buch über den Grabfund der Arnegunde haben die Archäologen einen 7cm breiten Ledergürtel rekonstruiert, dessen Oberfläche durch eingelegte Schnüre ein Relief bekommt.
Wie in einem vorherigen Eintrag schon erwähnt, habe ich Sisal genommen, um diesen Effekt zu erreichen.




Mit der Lochzange habe ich dann ganz viel  Löcher vorgestanzt. Ich wollte nicht, dass man die großen Löcher später sieht. Aus diesem Grund habe ich die gestanzten Löcher nachher mit einem Stück sehr dünnen Leder überzogen und mit einer Ahle in mühevoller Kleinarbeit noch einmal durchstoßen. Das war zwar wahnsinnig viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt...
Das dünne Leder habe ich von einem befreundeten Lederhosenschneider, der seine Reststücke günstig an uns abgibt.
Um das Leder ein bisschen an den Gürtel anzumodelieren, habe ich Lederkleber genommen.

Dann ging die Näherei los. Mit dem in einer zweiten Bestellung noch gelieferten Leinengarn habe ich dann die Reihen zwischen den Schnüren bestickt. Dabei habe ich mir für ein Grün, ein Rostrot und ein Gelbgold entschieden. Für den ganzen Gürtel habe ich 3 Nähnadeln geopfert. Irgendwie habe ich es immer wieder geschafft das Nadelöhr zu sprengen :-) .




Diese Arbeit hat mich viele Stunden und einige Hornhaut an den Fingern gekostet. Aber letztendlich bin ich richtig stolz auf das Ergebnis:

Der fertige Gürtel nach dem Vorbild der Merowinger

Die Beschläge hatten wir im Internet bestellt. Wenn es sich ergibt, werden sie irgendwann durch selbstgeschmiedete ersetzt.


Der Verschluss stelle uns vor eine Entscheidung. Entweder man nimmt einen etwas dünneren Riemen, den man durch die Schnalle zieht unt ein mal darum wickelt oder man nimmt die Lösung mit dem dünnen Lederbändchen. Letztendlich habe ich mich für die Variante mit dem Lederbändchen entschieden...


Der fertige Gürtel nach dem Vorbild der Merowinger

Ich freue mich riesig darüber, dass mein Plan funktioniert hat. Demnächst werde ich ein dazu passendes Gürtelgehänge fertigen, an das dann einige Utensilien gehängt werden.

Dienstag, 11. Februar 2014

Der heilige Gral

ENDLICH!!!
Er ist da!! Der Collingwood ist heute angekommen.
Seit ich mich mit Sprang beschäftige, war ich auf der Suche nach dem Collingwood. Auf Amazon kostet er zwischen 180 und 350€. Das ist dann doch ein bisschen zu viel für meinen Geldbeutel.
Nach einem Gesuch in einschlägigen Foren habe ich ein Angebot für 40€ bekommen. Da habe ich nicht lange gefackelt und direkt zugeschlagen.
Heute kam er an. Ich bin soooo gespannt, ob er wirklich so gut ist, wie alle "Spranger" sagen.
Jetzt gehts erst einmal ab auf die Couch zum Schmökern...

Peter Collingwood- The Techniques of Sprang


Fundstücke der Woche und neues von der Lucet

Am Wochenende war ich bei meinen Eltern zu Besuch. Schon vor einigen Wochen hatte ich mit meiner Mutter ein Gespräch über unsere alte "beim-Aufräumen-gefundene-Wollknäule-Tonne" :-)
Diese Tonne stand früher immer im Bügelzimmer und alle gefundenen Wollknäule wurden darin verstaut. Mittlerweile ist die Tonne auf dem Speicher gelandet.
Also bin ich am Samstag Abend auf den Speicher gestapft und habe ein paar schöne Schätzchen gefunden.
Abgesehen von der Wolle, die ich der Oma von meinem Freund gegeben habe, damit sie mir ein Paar neue Wollsocken stricken kann (ich liebe einfach Wollsocken), habe ich auch noch 8 Stränge Wolle gefunden, die mir von der Farbe her sehr gut gefallen.
Ich möchte sie zu Haarnetzen in der Sprang-Technik verarbeiten...
Mal schauen, ob ich das hinbekomme.
Besonders die rostrote und die grüne Wolle passen sehr gut zu meinen neuesten Stoffeinkäufen. Vielleicht lässt sich daraus ein schönes mehrfarbiges Haarnetz herstellen.
Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, aus welchem Material die Stränge sind. Verarbeiten werde ich sie aber trotzdem.



Mittlerweile scheine ich das "Stricken" mit der Lucet ganz gut drauf zu haben. Zummindest sieht die Kordel, die dabei raus kommt, verwendbar aus...
Meine Kerbe zur Optimierung der Form habe ich zwar immer noch nicht, aber so langsam gewöhne ich mich daran... ;-)

Lucet mit Kordel

Detailaufnahme Kordel



Freitag, 7. Februar 2014

Die ersten Schritte zum neuen Gürtel

Da der Herr der Schöpfung *g* so schnell mit seinem Gürtel fertig war, musste ich natürlich auch damit anfangen.
Hier zeige ich euch erste Eindrücke von der Herstellung. Bisher weiß ich immer noch nicht, ob das von mir gewünschte Endergebnis dabei heraus kommen wird.

Angefangen habe ich damit, die benötigte Länge auszumessen. Dann habe ich die Beschläge angehalten, damit ich den Verlauf der Bänder abschätzen kann. Statt Lederbänder habe ich 2mm dickes Sisal genommen. Halt das, was gerade da war ;-)

Dieses Sisal habe ich dann in mehreren Reihen aufgeklebt. Das war eine sehr knifflige Arbeit, für die ich viel Geduld und kleberresistente Finger gebraucht habe. Als Kleber habe ich Lederkleber verwendet, da er sehr flexibel trocknet und der Gürtel dann hinterher nicht "knirscht", wenn man ihn bewegt.

Die "Baustelle"







Das Ende mit  Beschlag


Das andere Ende



Danach machte ich mich daran gefühlte 5000 Löcher mit der Lochzange in das Leder zu machen. Ich möchte nicht, dass man die großen Löcher später von außen sieht, deshalb kommen sie nun in den Lederriemen und das dünne Leder, das später drüber kommt wird mit der Ahle gelocht. :-)


3 Blasen später...
Ich bin gespannt, wie es weiter geht...

Neues Stickgarn und der Ärger damit

Vor 2 Tagen kam die ersehnte Leinengarn-Bestellung an. Ich war an meinem Studienort und mein Freund rief mich an und sagte mir, dass das Paket aber ganz schön leicht sei. Etwas irritiert machte er es auf und sagte: "Da sind nur 11 Rollen drin". Bestellt hatten wir ja 32.
Da ich jetzt wieder vor Ort bin und mir das alles selbst anschauen konnte, habe ich gesehen was los ist. Da die Firma "Vävlin" leider nicht mehr produziert, konnte uns der Lieferant leider nur 1/3 der bestellten Farben liefern. Leider hat er uns vorher nicht darüber informiert. Nach einem Telefonat heute morgen wurde mir klar, dass man daran leider nichts ändern kann.

Noch dazu sind 2 Rollen angeschmutzt und 2 sehr schlecht gewickelt. Ich habe mich wirklich sehr geärgert, da ja nicht alle Rollen für mich sind, sondern ich noch einige weiter gebe.
Aber es ist jetzt, wie es ist.
Am Montag werde ich einen neuen Versuch bei einem anderen Lieferanten probieren. Auch wenn mich das erneut Porto kostet und die Rollen 2€ teurer sind.

Die Bilder von dem gelieferten Garn möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Die Farben sind wirklich sehr schön. Ich denke, dass es sich sehr gut eignet, um tolle Motive zu sticken.







Die angekommene Bestellung
Meine bisherige "Sammlung". Rot, Blau und das 2. Gelb von links hatte ich schon, der Rest ist neu eingetroffen.







Dienstag, 4. Februar 2014

Neues Material ist da



So langsam sammeln sich neue Materialien, die verarbeitet werden wollen...

So war ich am Montag mit einer guten Freundin neue Stoffe kaufen.
Mein Freund will eine neue Leinentunika und ich habe vor, mir eine komplett neue Gewandung zu nähen.

Also habe ich fleißig eingekauft. Insgesamt 11m Stoff :-)


Mein Freund wollte einen beige-braunen, etwas gröberen Leinenstoff als eigentliche Tunika und Besätze aus senfgelbem Leinen. Leider habe ich kein senfgelbes Leinen gefunden, aber dafür ein, wie ich finde, wunderschönes Rostrot. Also werde ich ihm eine beige Tunika mit rostroten Besätzen nähen.
Hier seht ihr die Stoffe für seine neue Tunika:


Ich für meinen Teil habe entschlossen, mutig zu werden. Ich kombiniere eine rostrote Untertunika mit einer hellgrünen Obertunika aus einem feinen Wollstoff, die mit einem dunkelgrünen Wollstoff abgesetzt ist. Ich bin einmal gespannt, ob das alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Irgendwie finde ich die Farbkombination wunderschön.
Hier seht ihr die Stoffe für meine neue Gewandung:



Dann haben wir noch zusammen Lederriemen und Gürtelschließen bestellt, um uns Gürtel zu machen.




Mein Gürtel soll ja etwas aufwändiger werden. Ich werde versuchen immer mal wieder Fotos zu machen, während ich daran rum bastel. Der Gürtel von meinem Freund wird relativ einfach und war gestern Abend ruck-zuck innerhalb von ca. einer Stunde fertig. Wenn beide Gürtel fertig sind, zeige ich euch die Ergebnisse.

Nun warte ich nur noch auf die Bestellung Leinengarn, die wir gestern aufgegeben haben. Wir haben 32 (!!!) Rollen Leinengarn bestellt. Aber die sind nicht alle für uns, sondern fast der komplette Klan hat mitbestellt.
Wenn das Garn da ist, kann ich meinen Gürtel erst fertig stellen, da ich es zum besticken benötige...

Sonntag, 2. Februar 2014

Der erste Versuch mit der Lucet

So, gestern Abend auf der Couch habe ich dann zum ersten Mal meine Lucet ausprobiert.
Es hat nicht lange gedauert, bis ich bemerkt habe, dass die Form noch optimiert werden muss... Der Anfang war recht knifflig. Ich hatte versucht, das Ganze am unteren Rand der Gabel zu machen. Wie sich heraus stellte, ist das nicht möglich. Die Kordel, die dabei heraus kam, war sehr dick, wulstig und unschön.

Also habe ich im Verlauf die Spitze der Gabel zum Kordel "stricken" benutzt. Das ging erstaunlich gut, aber durch die gerade Form der Gabel rutschte mir der Faden immer wieder vom Holz. Also muss ich am oberen Ende eine kleine Kerbe oder Mulde in das Holz einbringen, damit der Faden sich nicht mehr selbstständig macht.

Ein Mal ist es mir passiert, dass das komplette Werkstück von der Gabel gerutscht ist. Leider habe ich es beim wieder aufbringen auf die Gabel verbockt und die Schlaufen waren zugezogen. Aus diesem Grund habe ich eine kleine Stelle in meiner Korden, die nicht gestrickt ist, sondern nur aus dem dünnen Garn besteht.

Aber nichts desto Trotz: Es funktioniert ganz gut und sieht bestimmt gut aus, wenn man damit auf dem Markt im Lager sitzt... :-)

Übrigens: Die Kordel wird viereckig... Ich hatte das zwar irgendwo gelesen, aber vorstellen konnte ich mir das nicht so recht.


Nun habe ich euch noch ein paar Bilder gemacht, damit ihr eine Vorstellung von dem bekommt, was ich so treibe.



Auf dem zweiten Bild sieht man, dass der Anfang sehr unschön geworden ist und die eine dünne Stelle sieht man auch.



Dass der erste Versuch nicht perfekt wird, ist klar, aber die nachfolgenden Versuche werden ganz bestimmt besser. :-)

Samstag, 1. Februar 2014

Lucet aka Strickgabel

Dieser Blick meines Freundes bei dem Satz: "Schatz, ich hab da so ne Idee" ist einfach unbezahlbar... :-)
Heute war es mal wieder so weit... Ich hatte mal wieder "so ne Idee".

Um meine Sprang-Haarnetze fertig stellen zu können, brauche ich eine Kordel. Eine normale Kordel wäre ja zu einfach... Also ging die Google-Suche los. So bin ich auf eine Strickgabel, genannt "Lucet" gestoßen. Diese Art Kordeln herzustellen ist angeblich bis zu den Wikingern zurückzuverfolgen.
So zeigte ich meinem Freund, wie so ein Teil aussieht und welche Voraussetzungen es haben soll.

Als ich heute Nachmittag wieder nach Hause kam, hielt er mir tatsächlich eine Lucet entgegen... :-D
Er hat sie einfach mal so aus einem Stück Buchenholz gesägt, schön eben geschliffen und geölt...
Das nenne ich mal schnell und genau. Ich bin total begeistert.

Meine selbst gebastelte Lucet
Gleich wird auf der Couch ein bisschen ausprobiert und geübt. Ich bin mal gespannt, ob es so einfach geht, wie es aussieht...

Üben, ausprobieren, tüfteln

Um mich vom Lernen abzulenken, habe ich diese Woche wieder wahnsinnig viel getüftelt und ausprobiert.
Zum einen habe ich am "Sprang-Projekt" weiter gemacht und viel gelernt und zum anderen habe ich ausprobiert, ob ich in der Lage bin, mir selbst einen merowingerzeitlichen Gürtel zu fertigen.

Da mein Freund mir ja mit einfachsten Mitteln einen richtig tollen Sprang-Rahmen gebaut hat, habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und fleißig verschiedene Muster, Wechsel von Z- zu S-Sprang und die Häkelreihe zum Abschluss in der Mitte geübt. Ich muss sagen, dass es gar nicht so schlecht geworden ist für den ersten richtigen Versuch. Die Mitte ist nur ab einem bestimmten Punkt sehr locker geworden. Warum, weiß ich nicht so recht. Aber das wird beim nächsten Mal bestimmt besser. Das mit der Häkelei zum Abschluss war auch eine richtige Herausforderung, aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich da nicht durchgetüftelt hätte...

Hier ein paar Bilder von meinen ersten Versuchen.

Das gelbe Band entstand noch an meinem Expedit-Regal. Fertig ist es jedoch noch nicht. :-)


Das war nur ein Versuch, um die Grundlagen der Technik zu verstehen. Es sieht nämlich recht einfach aus, aber gestaltet sich ab und an etwas schwieriger in der Umsetzung.



Hier dann ein Bild von meinem Rahmen. Er besteht wirkich nur aus 4 Lattenstücken, die mit einem Lederband zusammen gehalten werden. An den Ecken überlappen die Latten und es gibt Einkerbungen, damit die Bänder nicht rutschen...






 Und dann hier:  Tadaaaa! Das erste Werk:



Man sieht, dass es alles andere als perfekt ist. In der Mitte ist der Sprang irgendwie sehr locker geworden. Aber ich habe hier ja auch verschiedene Techniken und Muster geübt. Vieles ist schief gegangen, aber einiges gefällt mir auch sehr gut...


So z.B. der Wechsel zwischen Z- und S-Sprang in Kombination mit den etwas größeren Löchern. Diese Anleitung habe ich von Piala's Stringpage.


Auch die Blume mag ich sehr. Die ist von Blue von dem Youtube-Channel den BlauwenSwaen


Der Abschluss in der Mitte hat mich so einige Nerven gekostet, wobei man sagen muss, dass ich die falsche Wolle hatte. Sie war zu rau und nicht dicht genug gesponnen. Somit haben sich die Fäden immer wieder aneinander geheftet und dann "aufgeribbelt"...


Leider habe ich auch den Fehler gemacht, in der Mitte nicht dicht genug zu sprangen. Aus diesem Grund ist um die Häkelreihe viel zu viel Platz... Aber beim nächsten Mal weiß ich es...


So, dann noch zum Projekt "Gürtel"...
Viele Darsteller von Merowingern/Alamannen/Franken haben Gürtel, die recht breit sind und die ein Relief aufweisen. Sie nehmen meist ein etwas festeres Leder als Grundlage, legen Lederbänder in Reihen auf und überziehen das Ganze dann mit dünnem Leder. So entsteht ein "Berg und Tal-Relief", in dessen "Tälern" man dann eine Ziernaht setzen kann.
Da wir so oder so noch Materialien bestellen wollten, habe ich erst einmal ausprobiert, wie schwierig diese Technik ist und ob sich eine Bestellung der Materialien lohnt. Und siehe da: So schwer ist es gar nicht. Klar, habe ich es nur im kleinen Maßstab probiert, aber ich bin zuversichtlich, dass das mit etwas Geschick auch an einem größeren Projekt möglich ist.

Auf den Bildern erkennt man leider nur schwer, dass ich Lederbänder untergelegt habe. Diese hatten auch nur einen Durchmesser von 1mm. Für den Gürtel würde ich dann 2mm nehmen, damit es besser raus kommt.

Hier 2 Bilder von meinem "Probestückchen":




Das Ganze wird dann demnächst auf einen 6cm breiten Gürtel angewendet. Nur über die genaue Ausführung muss ich mir noch Gedanken machen. Aus so kleineren Stücken möchte ich mir dann ein Gürtelgehänge machen. Dazu möchte ich diese Stücke mit Messingringen verbinden und wichtige Utensilien daran befestigen...

Aber dazu wann anders mehr... :-)