Samstag, 1. Februar 2014

Üben, ausprobieren, tüfteln

Um mich vom Lernen abzulenken, habe ich diese Woche wieder wahnsinnig viel getüftelt und ausprobiert.
Zum einen habe ich am "Sprang-Projekt" weiter gemacht und viel gelernt und zum anderen habe ich ausprobiert, ob ich in der Lage bin, mir selbst einen merowingerzeitlichen Gürtel zu fertigen.

Da mein Freund mir ja mit einfachsten Mitteln einen richtig tollen Sprang-Rahmen gebaut hat, habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und fleißig verschiedene Muster, Wechsel von Z- zu S-Sprang und die Häkelreihe zum Abschluss in der Mitte geübt. Ich muss sagen, dass es gar nicht so schlecht geworden ist für den ersten richtigen Versuch. Die Mitte ist nur ab einem bestimmten Punkt sehr locker geworden. Warum, weiß ich nicht so recht. Aber das wird beim nächsten Mal bestimmt besser. Das mit der Häkelei zum Abschluss war auch eine richtige Herausforderung, aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich da nicht durchgetüftelt hätte...

Hier ein paar Bilder von meinen ersten Versuchen.

Das gelbe Band entstand noch an meinem Expedit-Regal. Fertig ist es jedoch noch nicht. :-)


Das war nur ein Versuch, um die Grundlagen der Technik zu verstehen. Es sieht nämlich recht einfach aus, aber gestaltet sich ab und an etwas schwieriger in der Umsetzung.



Hier dann ein Bild von meinem Rahmen. Er besteht wirkich nur aus 4 Lattenstücken, die mit einem Lederband zusammen gehalten werden. An den Ecken überlappen die Latten und es gibt Einkerbungen, damit die Bänder nicht rutschen...






 Und dann hier:  Tadaaaa! Das erste Werk:



Man sieht, dass es alles andere als perfekt ist. In der Mitte ist der Sprang irgendwie sehr locker geworden. Aber ich habe hier ja auch verschiedene Techniken und Muster geübt. Vieles ist schief gegangen, aber einiges gefällt mir auch sehr gut...


So z.B. der Wechsel zwischen Z- und S-Sprang in Kombination mit den etwas größeren Löchern. Diese Anleitung habe ich von Piala's Stringpage.


Auch die Blume mag ich sehr. Die ist von Blue von dem Youtube-Channel den BlauwenSwaen


Der Abschluss in der Mitte hat mich so einige Nerven gekostet, wobei man sagen muss, dass ich die falsche Wolle hatte. Sie war zu rau und nicht dicht genug gesponnen. Somit haben sich die Fäden immer wieder aneinander geheftet und dann "aufgeribbelt"...


Leider habe ich auch den Fehler gemacht, in der Mitte nicht dicht genug zu sprangen. Aus diesem Grund ist um die Häkelreihe viel zu viel Platz... Aber beim nächsten Mal weiß ich es...


So, dann noch zum Projekt "Gürtel"...
Viele Darsteller von Merowingern/Alamannen/Franken haben Gürtel, die recht breit sind und die ein Relief aufweisen. Sie nehmen meist ein etwas festeres Leder als Grundlage, legen Lederbänder in Reihen auf und überziehen das Ganze dann mit dünnem Leder. So entsteht ein "Berg und Tal-Relief", in dessen "Tälern" man dann eine Ziernaht setzen kann.
Da wir so oder so noch Materialien bestellen wollten, habe ich erst einmal ausprobiert, wie schwierig diese Technik ist und ob sich eine Bestellung der Materialien lohnt. Und siehe da: So schwer ist es gar nicht. Klar, habe ich es nur im kleinen Maßstab probiert, aber ich bin zuversichtlich, dass das mit etwas Geschick auch an einem größeren Projekt möglich ist.

Auf den Bildern erkennt man leider nur schwer, dass ich Lederbänder untergelegt habe. Diese hatten auch nur einen Durchmesser von 1mm. Für den Gürtel würde ich dann 2mm nehmen, damit es besser raus kommt.

Hier 2 Bilder von meinem "Probestückchen":




Das Ganze wird dann demnächst auf einen 6cm breiten Gürtel angewendet. Nur über die genaue Ausführung muss ich mir noch Gedanken machen. Aus so kleineren Stücken möchte ich mir dann ein Gürtelgehänge machen. Dazu möchte ich diese Stücke mit Messingringen verbinden und wichtige Utensilien daran befestigen...

Aber dazu wann anders mehr... :-)


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